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mars
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22. Februar : Vor 70 Jahren wurden die Geschwister Scholl hingerichtet

  • Par srenonce le

Ein Artikel aus der Badischen Zeitung :

ULM (dpa). Hans und Sophie Scholl zählen zu den bekanntesten Widerstandskämpfern der Nazi-Zeit. Ihr Gewissen ließ es nicht zu, Hitlers Terrorherrschaft kampflos hinzunehmen. Vor 70 Jahren wurden sie deshalb von den Nationalsozialisten ermordet. Ihre Wurzeln hatten sie in Baden-Württemberg. In ihrem hohenlohischen Heimatort Forchtenberg lebt die Erinnerung an sie fort: An vielen Ecken des 5000-Einwohner-Städtchens gibt es Orte des Gedächtnisses an die Geschwister Scholl. Auch in Ulm haben die NS-Widerstandskämpfer Spuren hinterlassen.


Die Geschwister Scholl gelten als Köpfe der christlich motivierten Widerstandsgruppe "Weiße Rose", die in München mit Flugblättern gegen das Hitler-Regime protestiert hatte. Hans und Sophie Scholl wurden am 22. Februar 1943 hingerichtet. Die Vorsitzende der Weiße-Rose-Stiftung in München, Hildegard Kronawitter, sieht in den beiden große Vorbilder auch für die heutige Jugend - für " Mut, Courage, unabhängiges Denken, für einen Freiheitswillen und für die Übernahme von individueller Verantwortung".


Im Südwesten erinnern Kindheitsspuren an die späteren Widerstandskämpfer. In Hans Scholls Geburtsort Ingersheim weist eine Gedenktafel auf den Sohn der Gemeinde hin. Der Spross des damaligen Schultheißen Robert Scholl wurde am 22. September 1918 in dem heutigen Crailsheimer Ortsteil geboren. Zwei Jahre später zieht die Familie nach Forchtenberg, wo der Vater als liberaler Bürgermeister in einem konservativen Umfeld agiert.


In Forchtenberg erblickt im Jahr nach dem Umzug, am 9. Mai 1921, Sophie das Licht der Welt. Sie wird in der Michaelskirche auf der Forchtenberger Höhe getauft. "Im Taufregister steht Lina Sofie", berichtet die örtliche Scholl-Expertin Renate Deck. Lina - kurz für Magdalena - geht auf die Mutter zurück. Diese bringt die Religion mit in die Familie. "Sie war eine fromme Frau, von tiefster Seele aufrecht", sagt Deck, die den Scholl-Pfad in Forchtenberg eingerichtet hat. Die Geschwister gingen gern in die Schule, erzählt sie weiter. Die Alte Schule beherbergt heute das Stadtarchiv.


Weil Robert Scholl nicht wiedergewählt wird, verlässt die Familie 1930 Forchtenberg. Nach einem Intermezzo in Ludwigsburg ziehen die Scholls 1932 nach Ulm um. Doch das Hohenlohische bleibt Sophie erhalten, betont Deck. "Sie war schon ein Hohenloher Mädle. Das hat man an ihrer Sprache immer gemerkt."


Die Familie lebt von 1933 an in einem großbürgerlichen Jugendstilhaus an der Ulmer Olgastraße, damals Adolf-Hitler-Ring genannt. Heute ist es ein denkmalgeschütztes Haus. Tafeln erinnern an die Familie, die 1939 in eine Wohnung mit sieben Zimmern am Münsterplatz zieht. Das Haus wird im Krieg zerstört. Heute steht dort eine Bank, Stelen erinnern an die Scholls.


"Sophie war künstlerisch und literarisch interessiert, Hans philosophisch. Beide gingen gern wandern und machten mit Freunden und Familie Skitouren", erzählt die Leiterin des Ulmer Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg, Nicola Wenge. Sophie macht 1940 ihr Abitur in der Mädchenoberrealschule, dem heutigen Hans-und-Sophie-Scholl-Gymnasium in Ulm. Hans absolviert sein Abitur an der Kepler-Oberschule in der Olgastraße.


Hans ist zunächst bei der Hitlerjugend, Sophie beim Bund deutscher Mädel. Doch Enttäuschung löst schon bald die Begeisterung ab. "Gegen Hans und auch gegen seine Geschwister Sophie, Werner und Inge ist 1937 ein Verfahren wegen verbotener bündischer Umtriebe eröffnet worden", sagt Wenge. Das brachte für Hans und Sophie den endgültigen Bruch mit dem NS-Regime. Später verteilten sie als Studenten in München Flugzettel im Namen der Gruppe "Weiße Rose".


Der Widerstand der Weißen Rose blieb bis zuletzt selbst engsten Verwandten verborgen. "Wir wussten überhaupt nichts", sagt Elisabeth Hartnagel, geborene Scholl. Die Schwester lebt in Stuttgart und wird in wenigen Tagen 93 Jahre alt. Nach dem Tod der Geschwister musste die Familie "Sippenhaft" erdulden. Mit dem Brustton tiefster Überzeugung sagt Elisabeth: "Wir waren stolz auf Hans und Sophie und ungeheuer beeindruckt von dem, was sie gemacht haben."


Bis zur Festnahme am Morgen des 18. Februar 1943 hatte es die Gestapo nicht ansatzweise geschafft, der Widerstandsbewegung auf die Schliche zu kommen. Diese hatte ihre Aktivitäten nach der verheerenden Schlacht von Stalingrad verstärkt, nachts Flugblätter in München verteilt und Anti-Hitler-Parolen an Hauswände geschrieben.


An jenem Morgen betreten Hans und Sophie Scholl mit einem Koffer voller Flugblätter die Münchner Universität, an der er Medizin und sie Biologie und Psychologie studiert. Als sie die Flugblätter von der Balustrade des Lichthofes im Foyer fallen lassen, werden sie von dem Hausmeister Jakob Schmid entdeckt und der Gestapo ausgeliefert. Vier Tage später sind die beiden - nur 24 und 21 Jahre alt - und ihr Mitstreiter Christoph Probst (23) tot. Später im Jahr werden auch die "Weiße Rose"-Mitglieder Alexander Schmorell, Willi Graf und Kurt Huber von den Nazis hingerichtet. "Es lebe die Freiheit", das war der letzte Satz von Hans Scholl, bevor er seinen Kopf unter das Fallbeil legen musste.


... est mort le 8 mars 2013. C'était le dernier survivant de la Résistance militaire allemande qui, le 20 juillet 1944, avait tenté d'assassiner Hitler.

Cet attentat mérite que l'on s'y intéresse autrement qu'en se contentant de la version holywoodienne avec Tom Cruise.


19.07.2010 article dans Die Welt

Der Letzte vom 20. Juli

Ewald von Kleist war einer der Verschwörer um Oberst Stauffenberg. Dass er überlebte, wundert ihn noch heute. Eine Begegnung Von Michael Stürmer

A lire ici.


dpa :

Der frühere deutsche Widerstandkämpfer und Begründer der Münchner Sicherheitskonferenz, Ewald-Heinrich von Kleist, ist tot. Er starb am vergangenen Freitag im Alter von 90 Jahren. Ein Sprecher der Sicherheitskonferenz bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der Zeitung „Die Welt“.


Kleist war am gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler durch die Verschwörer um Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 beteiligt, im FOCUS-Interview erzählte er noch im vergangenen Jahr von seiner Angst vor dem Attentat. Er war im Bendlerblock in Berlin, dem Sitz des Oberkommandos des Heeres dabei und sollte die Entwaffnung der „Leibstandarte Adolf Hitler“ überwachen. Nach dem Scheitern des Attentats wurde er verhaftet, überlebte aber Haft und Konzentrationslager. Nach dem Krieg wurde er in Berlin und München Verleger und gründete den Ewald-von-Kleist-Verlag in Berlin.


Begründer der Münchner Sicherheitskonferenz

1962 rief Kleist die Münchner Wehrkundetagung ins Leben, die später in Münchner Sicherheitskonferenz umbenannt wurde. Die Tagung ist heute eines der wichtigsten Treffen von Außen- und Sicherheitspolitikern weltweit. Kleist blieb stets Mahner für den Frieden.


„Wir haben eine Epoche von 65 Jahren Frieden hier in Zentraleuropa gehabt. Das hat es vorher nicht gegeben. Es ist eine einmalige Glücksoase gewesen“, sagte Kleist 2010 etwa bei einem öffentlichen Gelöbnis von Soldaten vor dem Reichstagsgebäude in Berlin.

févr.
20

Der Herr der Raben, Otfried Preußler, ist gestorben!

  • Par srenonce le

Er schrieb 32 Bücher, die in 55 Sprachen übersetzt wurden. "Der kleine Wassermann", "Die kleine Hexe" und "Räuber Hotzenplotz" wurden Klassiker der Kinderbuch-Literatur. Nun ist Otfried Preußler mit 89 Jahren gestorben.


Generationen von Kindern und Erwachsenen haben seine Bücher verschlungen. Noch ehe die Kleinen die Buchstaben kannten, lasen die Eltern ihnen "Die kleine Hexe" vor. Als Grundschüler waren sie dem "Räuber Hotzenplotz" wissbegierig auf der Spur, der Jung-Gymnasiast vertiefte sich in "Krabat" und dessen düstere Welt verzauberter Raben. Otfried Preußler schuf mit seinem märchenhaft-beseelten Ton eine Literatur, die alle Altersklassen fesselt und nun schon Jahrzehnte Klassiker-Status hat. Am Montag starb Preußler im Alter von 89 Jahren in Prien am Chiemsee, wie der Stuttgarter Thienemann Verlag am Mittwoch mitteilte.


Der Herr der Raben, Hexen und Räuber schrieb 32 Bücher, die in 55 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 50 Millionen Mal verkauft wurden. Für sein literarisches Schaffen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen.


Am 20. Oktober 1923 im böhmischen Reichenberg in eine Lehrerfamilie hineingeboren, erlebte Otfried Preußler einen Vater, der als leidenschaftlicher Heimatforscher die Sagen des Isergebirges sammelte, und eine Großmutter, die ihn unermüdlich mit Geschichten fütterte. "Das Geschichtenbuch meiner Großmutter, das es in Wirklichkeit überhaupt nicht gegeben hat, ist das wichtigste aller Bücher für mich, mit denen ich je im Leben Bekanntschaft gemacht habe", bekannte Preußler einmal.


Schon mit zwölf Jahren schrieb er selbst erste Geschichten und wünschte sich, später einmal als Schriftsteller in Prag zu leben. Doch der Zweite Weltkrieg durchkreuzte alle Pläne: Nach dem Abitur 1942 wurde Preußler einberufen und landete schließlich nach fünf Jahren russischer Gefangenschaft 1949 im oberbayerischen Rosenheim, wo er mit Glück seine Familie und seine Verlobte wiederfand. Um sich eine Existenz aufzubauen, fing er noch während des Lehrerstudiums mit dem Schreiben an - zunächst als radelnder Lokalreporter, dann als Autor für den Kinderfunk.


Sein erster großer Erfolg gelang Preußler 1956 mit dem versponnen- lustigen "Kleinen Wassermann". Und als eine seiner drei in den 1950er Jahren geborenen Töchter aus Angst vor bösen Hexen nicht einschlafen konnte, erfand er ein Jahr darauf kurzerhand "Die kleine Hexe", die mit Hilfe des redseligen Raben Abraxas alles dafür tut, eine gute Hexe zu werden.


1962 schließlich rief Otfried Preußler den herrlich unverschämten Räuber Hotzenplotz ins Leben, der gleich in mehreren Büchern dem tumben Wachtmeister Dimpflmoser das Leben schwer macht und mit Gert Fröbe ein legendäres Gesicht bekam. Nach dem "Kleinen Gespenst" (1966) präsentierte Preußler 1971 schließlich seinen ersten Jugendroman "Krabat" - das Buch über den Kampf um Freiheit, das Ringen um Macht, Magie und Liebe wurde ein Welterfolg, der in 31 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen, darunter dem Deutschen und Europäischen Jugendbuchpreis, ausgezeichnet wurde.


Aber auch zahlreiche Bilderbücher ("Die dumme Augustine"), Weihnachtsgeschichten ("Der Engel mit der Pudelmütze") und immer wieder sagenhaft angehauchte Werke entstanden im Laufe der Jahre, von den "Abenteuern des starken Wanja" über Rübezahl-Geschichten bis hin zu einer dicken Balladen-Sammlung. Eigen ist ihnen allen eine kraftvolle, etwas altertümliche Sprache, die besonders eindringlich unter die Haut ging, wenn Preußler seine Geschichten - wie in zahlreichen Hörspielen geschehen - selbst vortrug.


Jeden neuen Text stellte er zuerst vor Kindern auf den Prüfstand - eine Achtung, die sich bis heute in Dankesbriefen begeisterter Kinder widerspiegelt. "Kinder sind das beste und klügste Publikum, das man sich als Geschichtenerzähler nur wünschen kann", meinte Preußler dazu. "Und sie sind strenge, unbestechliche Kritiker."


Zu seinem 85. Geburtstag wurde "Krabat" verfilmt (mit Daniel BRÜHL!!), die Geschichte vom Müllerjungen, der nach dem Dreißigjährigen Krieg in der Oberlausitz sein Glück sucht und den Teufel findet. "Ich glaube ja nicht an Zufälle, für mich ist es Fügung, dass die Geschichte, mit der ich mich mein ganzes Leben lang auseinandergesetzt habe, ausgerechnet zu meinem 85. Geburtstag ins Kino kommt", schrieb Preußler den Filmemachern gerührt in einem Dankesbrief.


In den letzten Jahren war es ruhig geworden um Otfried Preußler. Er gab keine Interviews mehr und lebte zurückgezogen am malerischen Chiemsee in Oberbayern. An der von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) angestoßenen Debatte um die Tilgung von Begriffen wie "Negerlein" und "Neger" aus "Die kleine Hexe" beteiligte er sich nicht mehr öffentlich. Wie es hieß, sträubte er sich zwar gegen Änderungen an seinen Texten, ließ am Ende die Streichungen aber zu. Zeitlos aktuell bleiben seine Bücher auch so.


dpa


nov.
23

Caroline, Prinzessin von Hannover

  • Par srenonce le

Mais non ! Pas celle qui vit à Monaco ! L'autre, celle dont on parle dans un film présenté lors du festival à Berlin en 2012 : A royal affair.

Son destin extraordinaire mais tragique rentre parfaitement dans le programme du cycle terminal en croisant les notions "Mythes et héros" et "Lieux et formes du pouvoir".


Voici d'abord sa biographie, ensuite un petit résumé du film et un lien vers la bande d'annonce.


Caroline Mathilde von Hannover, Tochter des verstorbenen Prinzen von Großbritannien (geboren 1751, gestorben 1775), war Königin von Dänemark und Norwegen von 1766 bis 1772. Nach einer Scheidung (divorce) lebte sie von ihren Kindern getrennt in ihrem Verbannungsort Celle.


Caroline Mathilde war die jüngste Tochter von Friedrich Ludwig von Hannover und Augusta von Sachsen-Gotha, Schwester des Prinzen von Wales und später englischen Königs Georg III.


Im Alter von 13 ½ Jahren wurde sie, ohne ihr Wissen, mit dem geisteskranken (malade mental) Christian VII., ihrem Cousin 1. Grades und dänisch-norwegischem König, verlobt. Am 1. Oktober 1766 wurde in London „per procurationem“ die Ehe geschlossen. Die Hochzeit folgte am 8. November 1766 im Schloss Christiansborg. Die Braut war fünfzehn Jahre alt, der Bräutigam siebzehn Jahre.


Caroline Mathilde hatte Familie und Heimat verlassen müssen. Ihr Gemahl war kein Ersatz, denn in der ersten Zeit der Ehe nahm er kaum Notiz von ihr.


Knapp vierzehn Monate nach der Hochzeit, am 28. Januar 1768, brachte Caroline Mathilde ihr erstes Kind zur Welt, den Kronprinzen und späteren König von Dänemark und Norwegen Friedrich VI. Im Mai desselben Jahres unternahm Christian VII. eine längere Reise durch Europa.


Der König kehrte am 12. Januar 1769 nach Kopenhagen zurück, brachte Johann Friedrich Struensee als Leibarzt an seinen Hof und ernannte ihn später zum Minister. Er hatte Struensee zu Beginn seiner Reise in Altona kennengelernt. Struensee war offenbar in der Lage, mit der geistigen Instabilität des Königs umzugehen, und der König entwickelte ein besonderes Vertrauen zu ihm.


Caroline Mathilde war unglücklich in ihrer Ehe mit Christian, der sie wenig beachtete und dessen Geisteskrankheit sich immer deutlicher ausprägte. Sie verliebte sich in Struensee und begann mit ihm im Frühling des Jahres 1770 eine Liebesbeziehung, die dem König anscheinend gleichgültig, vielleicht sogar willkommen war. So ergab sich eine harmonische Ménage à trois. Am 7. Juli 1771 kam Prinzessin Louise Augusta zur Welt, deren Vater mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht der König, sondern Struensee war.


Gerüchte (rumeurs) über das Verhältnis (la liaison) der Königin mit Struensee mehrten sich und gingen bis zu dem Verdacht, das Paar wolle den König und dessen Stiefmutter beseitigen, um heiraten zu können. Zudem wirkte Struensee als Minister im Sinne der Aufklärung (philosphie des lumières) und minderte die Macht (le pouvoir) des Adels (la noblesse).


Interessierte Adelige spielten der Stiefmutter des Königs, Juliane Marie von Braunschweig-Wolfenbüttel, ein Dokument zu, das über ein Komplott berichtete, mit dem der König zur Abdankung gezwungen werden sollte. Struensee solle den Staatsstreich genauestens vorbereitet haben, Christian VII. solle am 28. Januar verhaftet und zur Abdankung gezwungen werden. Der offizielle Hofberichterstatter, Peter Suhm, überreichte Juliana die Kopie des angeblich geheimen Papiers, das aus Struensees Tresor sein sollte. Mit dieser Verdächtigung wurde Struensee nach einem im Kopenhagener Schloss stattgefundenen Maskenball am 17. Januar 1772 um 4 Uhr morgens verhaftet (arrêté), die Königin kam in Schutzhaft nach Schloss Kronborg.


Am 8. März 1772 (noch nicht 21 Jahre alt) wurde ihr ein Geständnis (des aveux) Struensees vorgelegt und sie selber unterschrieb ein bereits vorbereitetes Geständnis, nachdem man ihr Hoffnung gemacht hatte, dass sie damit möglicherweise Struensees Leben retten könne.


Am 14. März wurde das Scheidungsverfahren eröffnet, bei dem Caroline Mathilde allerdings nicht aussagen durfte und dessen Urteil schon vor Beginn feststand. Auch der König, der möglicherweise nichts vom Scheidungsverfahren wusste, war dabei nicht anwesend. Im Verfahren konnte die Schuld der Angeklagten nicht bewiesen werden; wie der Rechtsbeistand der Königin Dr. Uldall (auch Uhdall) in einer fulminanten Verteidigungsrede darlegte, seien all die dargelegten Beweise lediglich Gerüchte, Verdächtigungen und Klatsch aus zweiter und dritter Hand sowie böswillige Unterstellungen. Bemerkenswert ist, dass Uldall ein Naheverhältnis zu Juliane hatte und von dieser ausgesucht worden war. In der nach viertägiger Beratung ausgesprochenen Scheidung wurde die Bestrafung der Königin König Christian überlassen. Überraschenderweise wurde Louise Auguste, als deren Vater stets Struensee galt, als königliche Prinzessin anerkannt - obwohl die Königin zu diesem Zeitpunkt bereits ein Verhältnis mit Struensee gehabt hatte. Wäre es nach Juliane gegangen, wären beide Kinder Mathildes für illegitim erklärt worden, um ihren eigenen Sohn zum dänischen König zu machen.


Struensees Verfahren begann am 21. April 1772. Ihm wurden neben dem Verhältnis zu Caroline Mathilde Hochverrat, Amtsanmaßung und Bereicherung vorgeworfen. Schon am 15. April (sechs Tage vor Beginn des Verfahrens) wurde er schuldig gesprochen, die Hinrichtung (exécution) jedoch geschah erst eine Woche später: am 28. April 1772. Noch während ihrer Gefangenschaft auf Schloss Kronenburg ließ Caroline Mathilde über einen Mittelsmann in Rotterdam eine Rechtfertigungsschrift drucken. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nannte sie sich noch selbst Königin von Dänemark.


Nachdem ihre Ehe mit dem König aufgelöst worden war, wurde Caroline Mathilde von ihren Kindern getrennt und nach Celle verbannt (bannie). Dort hielt sie Hof im Schloss Celle. Täglich besuchte sie die Stadt, nur in Begleitung ihrer einzigen Hofdame Louise von Plessen, und suchte den Kontakt zu den verschiedensten Menschen, praktizierte in Celle, was sie in Kopenhagen von Struensee gelernt hatte - ihr kleiner Hof stand allen Schichten der Bevölkerung weit offen und ihre Gesellschaften wurden durch interessante Persönlichkeiten aus dem Bürgerstand belebt. Die Trennung von den Kindern, vor allem ihrer Tochter, machte ihr schwer zu schaffen, und so lud sie immer häufiger Kinder ein, mit denen sie spielte und für die sie Feste veranstaltete. Schließlich adoptierte sie die vierjährige Waise Sophie von Bennigsen, die sie sehr verwöhnte.


Die zuvor für ihre Schönheit bekannte Caroline Mathilde flüchtete sich in das Essen und nahm stark zu. Sie lebte in der Hoffnung, ihr geschiedener Mann werde aufgrund seiner Geisteskrankheit des Thrones enthoben und sie werde nach Dänemark zu ihren Kindern zurückkehren dürfen. Diese Hoffnung wurde nicht erfüllt. Schon drei Jahre später, am 10. Mai 1775, starb Caroline Mathilde überraschend an Scharlach, noch nicht 24 Jahre alt. In diesem Frühjahr war eine Scharlachepidemie in Celle und Umgebung, und Mathilde hatte am Vortag noch den ganzen Tag am Bett ihrer Adoptivtochter verbracht, die erkrankt war. Mathildes Leichnam wurde wegen der Infektionsgefahr noch am selben Tag neben dem Grab ihrer Urgroßmutter Sophia Dorothea in der Welfengruft der Stadtkirche St. Marien beigesetzt.


Der Film

Die Königin und der Leibarzt (OT: En kongelig affære) erzählt eine der emotionalsten Begebenheiten der Europäischen Geschichte, nämlich das Macht- und Liebes-Dreieck zwischen der dänischen Königin Caroline Mathilde (Alicia Vikander), ihrem geisteskranken Mann, König Christian VII. (Mikkel Følsgaard), und dem deutschen Arzt und Aufklärer Johann F. Struensee (Mads Mikkelsen). Die drei lösen in Folge ihrer emotionalen Verstrickungen eine Revolution aus, die ihr Leben und die dänische Nation maßgeblich verändern wird.

Seine Premiere feierte Die Königin und der Leibarztauf der Berlinale 2012. (Désolée pour la PUB avant la bande d'annonce !)


nov.
17

August Engelhardt

  • Par srenonce le

Notion : mythes et héros et/ou L'idée de progrès et/ou Lieux et Formes du pouvoir et/ou Espaces et échanges...

Ce personnage permet de traiter les 4 notions d'un seul coup.

Actuellement, on le redécouvre, suite à la parution du livre IMPERIUM de Christian KRACHT :

Les dérives d'un végétarien convaincu, mangeur de noix de coco et adorateur du soleil, qui sombre lentement dans la folie. Dans son quatrième roman, Imperium, Christian Kracht réécrit l'histoire d'August Engelhardt, un aventurier allemand du début du XXème siècle parti fonder une colonie fantaisiste en Nouvelle-Guinée allemande. Le livre dépeint une société absurde, miroir d'une civilisation européenne elle-même en crise dont elle s'était pourtant géographiquement éloignée, où la quête de salut ne peut déboucher finalement que sur la solitude et l'autodestruction, préfigurant les horreurs du XXème siècle. Imperium est une étude singulière et drôle de la fragilité et de l'hybris des actions humaines.


Christian Kracht erzählt in Imperium die Geschichte des Aussteigers August Engelhardt aus Nürnberg neu. Engelhardt reist Anfang des 20. Jahrhunderts in die damalige Kolonie Deutsch-Neuguinea, um dort eine Kokosplantage zu kaufen und zu betreiben. Sein erklärtes Ziel: sich als bekennender Vegetarier ausschließlich von der Kokosnuss zu ernähren.


Im wilhelminischen Deutschen Reich erfährt er für seine Ansichten und Pläne außerhalb eines engen Bewundererkreises nur Ablehnung. Als Nudist wird die Figur Engelhardt mehrfach verhaftet und verlacht. Engelhardt bricht daraufhin mit einer Summe Geld in die Südsee auf und beabsichtigt dort eine Gemeinschaft von Sonnenjüngern zu gründen. Auf der Überfahrt, bei einem Halt in Ceylon, begegnet er dem Tamilen Govindarajan in dem er einen geistigen Verbündeten sieht. Govindarajan hingegen lockt ihn aber auf einem gemeinsamen Ausflug in eine Tempelhöhle wo er Engelhardt um einen Großteil seiner finanziellen Reserven beraubt.


Ungeachtet des Verlustes reist Engelhardt weiter und kauft der Großgrundbesitzerin Emma Forsayth die für sie wertlose Insel Kabakon zur Bewirtschaftung als Kokosnuss-Plantage ab. Auf der Insel stellt Engelhardt Eingeborene als Arbeiter ein und erntet Kokonüsse mit der Absicht sie ins Reich zu exportieren. Da Engelhardt weder über Geld noch Mittel verfügt, die Insel zu bezahlen noch die Arbeiter zu entlohnen, beleiht er die Gewinne seines Handels auf Jahre, da Geld für ihn keine Bedeutung hat.


Schon bald kündigt sich Aueckens, ein Jünger aus Deutschland, an, der beabsichtigt sich Engelhardts Kult anzuschließen. Nach anfänglicher Euphorie und philosophischen Gesprächen entfernen sich die beiden Charaktere jedoch immer mehr. Als Aueckens schließlich Engelhardts Arbeiter Makeli vergewaltigt, greift Engelhardt zu einer Kokosnuss und erschlägt Aueckens. Der Mord wird als Unfall getarnt und bald vergessen.


Auf der Suche nach Gleichgesinnten reist Engelhardt auf die Fidschi-Inseln, um den ebenfalls ausgewanderten Mittenzwey aufzusuchen. Mittenzwey, der vorgibt, Lichtesser zu sein, wird von Engelhardt als Lügner enttarnt. Auch Govindarajan trifft er in der Gemeinschaft an, verzichtet aber auf Vergeltung des Raubes und öffentliche Bloßstellung Mittenzweys und reist zurück nach Kabakon.


Als der hypochrondrische Klavier- und Violinenspieler Max Lützow zur Gemeinde stößt, beginnt eine jahrelange Lebensgemeinschaft der beiden Kokosnuss-Jünger. Während Engelhardt weitere in Deutsch-Guinea seinetwegen gestrandeter Jünger abweist, erlaubt er Lützow schon bald mit ihm unter einem Dach zu leben.


Nach einigen Jahren entzweien sie sich dennoch und Lützow kommt unmittelbar nach seiner Hochzeit mit Emma Forsayth bei einem Unfall im Hafen von Rabaul ums Leben. Da Engelhardts exzentrische Lebensweise beim Gouverneur der Kolonie Hahl nach anfänglicher Sympathie auf Unbehagen stößt, engagiert dieser den Kapitän Slütter zur Ermordung des Einsiedlers. Als Slütter auf Engelhardt trifft, sieht er davon ab, ihn zu erschießen und lässt ihn laufen. Auch Engelhardts treuer Arbeiter Makeli verlässt die Gemeinschaft.


Mit Beginn des Ersten Weltkrieges endet die kurze Geschichte von Kabakon als Kokosnuss-Plantage. Die Kolonie wird von australischen Soldaten besetzt und Engelhardt mit einem kläglich niedrigen Betrag enteignet. Er lehnt das Geld ab und verschwindet.


Erst nach Ende des folgenden Weltkriegs taucht Engelhardt auf einer weit abgelegenen Insel völlig abgemagert und verwirrt auf und wird von amerikanischen Soldaten auf eine ihrer Basen verbracht. Ein Journalist des US-Militärs nimmt Engelhardts Geschichte auf. Die Geschichte endet mit der Hollywood-Verfilmung von Engelhardts Leben.



nov.
11

Robert Enke starb vor drei Jahren. Ein besonderer Held...

  • Par srenonce le

Kennen Sie Robert Enke ?


Geboren am 24. August 1977, wuchs er in Jena wie die meisten deutschen Kinder der Siebzigerjahre auf: zwischen zwei Wäschestangen. Die dienten im Hinterhof als Tor. Fußball gespielt wurde praktisch in jeder freien Minute.

Er war ein talentierter Stürmer, der FC Carl Zeiss Jena, der große Klub der Stadt, verpflichtete ihn mit 8 Jahren - und nur der Zufall brachte Robert Enke schließlich ins Tor: Der Torwart seiner Jugendelf zog nach Moskau um, sie brauchten einen neuen.


Sein Talent war nicht zu übersehen. Mit 15 spielte er bereits in der Jugend-Nationalelf, mit 20 bei Borussia Mönchengladbach erstmals in der Bundesliga. 1999, mit 21, wurde er für die Reise mit der Nationalelf zum Confederations Cup nominiert, doch es sollten acht Jahre vergehen, bis er tatsächlich erstmals für die DFB-Auswahl spielte; acht Jahre, in denen er die Höhen und Tiefen des Sports in extremer Intensität erlebte. Er, das gehegte Talent in Mönchengladbach, wurde danach ein Star bei Benfica Lissabon, dann beim FC Barcelona Ersatztorwart, er landete ein halbes Jahr in der Arbeitslosigkeit, gehetzt und vergessen, und kämpfte sich über Teneriffa und die zweite spanische Liga zurück auf die große Bühne, wo er sich ab 2004 bei Hannover 96 als reifer Klassetorwart präsentierte. Auf seiner Odyssee war Robert Enke nicht nur ein außergewöhnlicher Torwart, sondern ein besonderer Profi geworden. Er zeigte uns allen, dass ein Torwart demütig , rücksichtsvoll und trotzdem Weltklasse sein kann.

Kurz nach ihrem zweiten Geburtstag starb seine herzkranke Tochter Lara nach einer Operation. Robert Enke versuchte auch danach, dankbar zu sein; für die wenige Zeit, die er und seine Frau Teresa mit Lara gehabt hatten. Er sprach gerne über Lara, „auf jedem zweiten Foto hat sie gelacht, sie war so ein tapferes, fröhliches Kind“.


Seine Bescheidenheit und Zurückhaltung machte er zu seinem Torwartstil. Er verzichtete auf triumphale Gesten. Er war ein König im Duell Auge in Auge mit dem gegnerischen Stürmer, und wenn er wieder einmal auf großartige Weise ein Tor alleine gegen den Angreifer verhindert hatte, ging er so selbstverständlich ins Tor zurück, als sei nichts geschehen. Nur innerlich lachte er vor Glück.


Eine Stiftung mit seinem Namen muss den Anspruch haben, gegen beide Tragödien seines Lebens zu kämpfen, für die Unterstützung herzkranker Kinder genauso wie gegen Depressionen, diese tückische Krankheit, die Robert Enke am Ende sogar den Gedanken raubte, wie sehr er das Leben liebte.


Robert Enke beging am 10. November 2009 Selbstmord.


Der Deutsche Fußball-Bund (DFB), der Ligaverband (Die Liga - Fußballverband e.V.) und Bundesligist Hannover 96 haben am 15. Januar im Rahmen einer Sitzung des DFB-Präsidiums in München den Beschluss gefasst, die Robert-Enke-Stiftung ins Leben zu rufen.

Zweck der Stiftung ist die Förderung von Maßnahmen und Einrichtungen, die der Aufklärung über die Krankheit Depression bzw. Kinder-Herzkrankheiten und/oder der Erforschung oder Behandlung dieser Krankheiten dienen.


11.11.2009

Hannovers Abschied von Enke

"Du bist für immer bei uns"

"Er hat Hannover die Zuversicht gegeben, die er offenbar selbst nicht mehr hatte": Mit einem bewegenden Gottesdienst und einem Trauermarsch haben rund 35.000 Menschen des Nationaltorhüters Robert Enke gedacht. Tausende Kerzen brannten vor dem Stadion von Hannover 96.


der Torwart - gardien de but

demütig - humble

rücksichtsvoll - plein d'égards

verzichten auf - renoncer à

die Stiftung - la fondation


Zum dritten Todestag von Robert Enke haben seine Witwe Teresa und die Robert-Enke-Stiftung zum Gedenken an den am 10. November 2009 verstorbenen Torhüter im sozialen Netzwerk Facebook aufgerufen. Zudem soll mit dem Appell "ROBERT gedENKEn" ein geschlossenes Zeichen für die Enttabuisierung der Krankheit Depression gesetzt werden.


"Der Umgang mit Depressionserkrankungen ist in den letzten Jahren insbesondere durch unterschiedliche Aktivitäten der Stiftung spürbar offener geworden", sagte Enkes Witwe Teresa Enke, Vorstandsvorsitzende der Robert-Enke-Stiftung.


"Allerdings müssen wir im Hinblick auf die vollständige Akzeptanz und Toleranz dieser Krankheit sowohl im Leistungssport als auch in einigen anderen gesellschaftlichen Strukturen nach wie vor noch einiges bewegen." Mehr als 40.000 Facebook-Nutzer haben sich der Gruppe bereits angeschlossen.


Unter ihnen ist auch René Adler. Der Torwart des Hamburger SV schreibt auf seiner Facebook-Seite: "Morgen vor 3 Jahren ging ein guter Mensch und Kollege von uns. Helft zusammen mit gegen die Krankheit Depression."


Die Initiatoren erhoffen sich eine möglichst große Anzahl an Nutzern, die dem achtmaligen Nationalspieler und Towart von Hannover 96 gedenken, der an Depressionen litt und sich mit 32 Jahren das Leben genommen hatte.


Hannover 96 wird sich im Stillen an Enke erinnern. Klubvertreter um Präsident Martin Kind werden einen Kranz am Grab Enkes niederlegen.


oct.
10

Johann Ludwig Burckhardt : Brückenbauer zwischen Orient und Okzident

  • Par srenonce le

Im Frühjahr 1809 erreicht ein junger Kaufmann mit Namen "Sheikh Ibrahim" das syrische Aleppo und lässt sich dort für zwei Jahre nieder. Angeblich kommt er aus Indien, tatsächlich aber handelt es sich um den Schweizer Johann Ludwig Burckhardt, der im Auftrag der britischen "African Association" als Geheimagent unterwegs ist.

Er wird zum (Wieder-)Entdecker der Stadt PETRA, in Jordanien.


200 Jahre nach der Wiederentdeckung Petras begleitet das "Terra X"-Team Robert Atzorn auf seiner Spurensuche in die Wüste und findet dabei einen der ersten "Brückenbauer" zwischen Abend- und Morgenland, denn bis heute liefern Burckhardts Aufzeichnungen wichtige Erkenntnisse für das Verständnis der islamischen Welt. In aufwändigen Inszenierungen wird die Welt, in die Johann Ludwig Burckhardt damals als "Sheikh Ibrahim" eintauchte, wieder lebendig.

Eckdaten Johann Ludwig Burckhardt

- 1784 Johann Ludwig Burckhardt wird am 17. November in Lausanne/ Schweiz als Sohn eines Kaufmanns geboren. Vor der französischen Revolution flieht die Familie 1789 nach Deutschland.


- 1806 Nach Studium in Leipzig und Göttingen geht Johann Ludwig Burckhardt nach London. In der Tasche ein Empfehlungsschreiben seines Lehrers, des einflussreichen Begründers des Göttinger Instituts für Zoologie und Anthropologie, Johann Friedrich Blumenbach.

- 1808 In London tritt Burckhardt der "African Association" bei. Ihr Ziel: Entdeckungsreisen in das unbekannte Innere Afrikas zu fördern. Im Dienst der Association studiert er In London und Cambridge Anatomie, Medizin, Mineralogie, Astronomie und vor Allem: die arabische Sprache zur Vorbereitung auf eine Expedition zum Niger.

- 1809 Am 14. Februar Aufbruch über Malta nach Aleppo, im heutigen Syrien. Er lässt sich dort als Sheik-Ibrahim, muslimischer Kaufmann indischer Herkunft, nieder und treibt seine Sprachstudien voran. Übersetzung englischer Literatur ins Arabische.

- 1812 Nach ausgedehnten Forschungsreisen in Kleinasien gelingt Burckhardt am 22.August die Wiederentdeckung der Wüstenstadt Petra, die er als erster Europäer beschreibt. In Kairo wartet er auf Gelegenheit den Nil aufwärts nach Nubien zu reisen.

- 1813 Aufbruch zur Pilgerfahrt nach Mekka. Auf dem Landweg entlang dem Nil entdeckt der Reisende die Tempel von Abu Simbel und erreicht Suakim am Roten Meer, von wo er nach Arabien übersetzt.

- 1814 Nach Ankunft im Juli bleibt Burckhardt vier Monate in Mekka. Er besucht als einer der ersten Europäer die heiligen Pilgerstätten und kehrt als "Hadschi" nach Kairo zurück.

- 1815 - 1817 Burckhardt wartet auf eine Karawane, die ihn ins Innere Afrikas, bis nach Timbuktu und an den Niger bringen soll. Die Zeit verbringt er mit ausgedehnten Forschungswanderungen auf dem Sinai und der wissenschaftlichen Auswertung seiner Entdeckungen.

- 1817 Am 15.Oktober stirbt Johann Ludwig Burckhard in Kairo, unmittelbar vor dem Aufbruch zum Niger. Als Sheik Ibrahim und angesehener Hadschi wird er in Kairo beigesetzt. Seine Schriften und Sammlungen vermacht er der Universität Cambridge.


oct.
3

Helmut Kohl

  • Par srenonce le

L'Allemagne et Merkel ont célébré le trentième anniversaire de l'accession au pouvoir du chancelier de la réunification.


Angela Merkel a remis, jeudi soir, le premier timbre à son effigie à son mentor en politique, Helmut Kohl. Célébré par le Tout-Berlin politique dans le cadre symbolique du Musée de l'histoire allemande, le chancelier de la réunification allemande, très amoindri physiquement, n'est plus que l'ombre de lui-même. Mais alors que l'Allemagne fête le trentième anniversaire de son accession au pouvoir, l'actuelle chancelière ne pouvait laisser passer cette occasion de capter l'héritage européen de ce colosse qui changea le destin de son pays et de l'Union européenne.


Lisez l'article de la Deutsche Welle (en allemand, natürlich !) ici.


sept.
20

Raphaël Hillebrand, danseur Hip-Hop

  • Par srenonce le

Au WIP Villette à Paris, se produira le jeudi 27 septembre 2012 à 19h00 un danseur Hip-Hop, Raphaël Hillebrand. Ce solo retrace son histoire familiale ancrée dans celle de la IIème Guerre Mondiale. Comment construire son identité et tirer les enseignements de ce passé douloureux ?


Raphaël Hillebrand : "Fils d'une mère allemande et d'un père franco-malgache, tout au long de ma vie, on m'a demandé d'expliquer mes racines et ma nationalité. Les explications ont évoluées avec mon âge, tout comme mon identité. Avec ma mère, nous avons déménagé en Allemagne quand j'avais presque trois ans. Mon identité nationale a changé, je me considérais chinois, puis malgache, et finalement allemand !

Le phénomène hip hop a contribué à la création d'un mouvement culturel qui se situe au-delà des différences éthniques tout en respectant l'individualité de chacun. Le hip hop n'est pas limité à ses formes originales, c'est aussi une conception d'échange interculturel. Il porte en lui l'idée de combiner et de mélanger des cultures. Danse issue de quartiers pauvres, les personnes qui y vivent puisent leur richesse dans la diversité culturelle. Les valeurs du hip hop et ses articulations culturelles ont été le point de départ de ma recherche."


Contact Dirk Korell contact@moovnaktion.org - www.moovnaktion.org

Entrée libre sur réservation

Infos/résa : Najla Fezzani- 01 40 03 75 33 - wip-villette@villette.com


sept.
12

Günther Discher est mort

  • Par srenonce le

Aimer un style de musique qui ne collait pas avec l'idéologie du régime en place, cela suffisait pour attérir dans un camp de concentration pour jeunes.

Les Swing Kids (en allemand Swingjugend) étaient de jeunes amoureux du jazz en Allemagne dans les années 1930, principalement à Hambourg et à Berlin. Ils étaient composés de jeunes de 14 à 18 ans de milieux souvent aisés. Ils aimaient le mode vie américain, défendaient la musique swing et s'opposaient aux idéologies du nazisme, particulièrement les Jeunesses hitlériennes, dont ils caricaturaient le salut « sieg heil » par « swing heil ».


Seine Liebe zum Swing passte nicht zur Ideologie des Dritten Reichs, die Nazis brachten ihn ins Jugend-KZ Moringen. Später beriet Musikexperte Günther Discher die Drehbuchautoren des Hollywood-Films "Swing-Kids". Jetzt ist "der älteste Jazz-DJ Deutschlands" im Alter von 87 Jahren gestorben.


Moringen/Hamburg - Bis fast zuletzt legte Günther Discher alte Swing-Scheiben in Szene-Clubs auf. Schon in seiner Jugend gehörte seine Leidenschaft dieser Musik, sie brachte ihn in Konflikt mit dem NS-Regime. Als Mitglied der Hamburger "Swing-Jugend" und wegen seiner Begeisterung für Swing war Discher 1942 von der Gestapo wegen "zersetzenden und staatsabträglichen Treibens" verhaftet worden.

Von Februar 1943 bis April 1945 war Discher im Moringer Jugend-Konzentrationslager inhaftiert. Eindringlich schilderte Discher seine Ankunft im sogenannten Jugendschutzlager Moringen - und das Grauen, das auf ihn zukam: Wenn man "dieses Lager das erste Mal sieht, mit den vielen Stacheldrähten und Lampen und Waffen-SS mit Maschinenpistolen und Hunden, dann wird einem natürlich schon mal ganz anders", heißt es auf der Website der Gedenkstätte Moringen. Als KZ-Häftling musste er Zwangsarbeit in einer unterirdischen Munitionsfabrik leisten.

Dem SPIEGEL sagte Discher in einem Interview: "Swing passte der Nazi-Diktatur nicht ins Konzept. Wer dem Swing verfällt, kann nicht mehr im Gleichschritt marschieren."


Nach seiner Befreiung war Discher an der Produktion vieler Fernseh- und Radiosendungen über Swing beteiligt. Er beriet die Drehbuchschreiber bei der Hollywood Produktion "Swing-Kids" und galt auch als "ältester Jazz-Discjockey Deutschlands". Wie die niedersächsische KZ-Gedenkstätte Moringen am Mittwoch mitteilte, starb Günther Discher bereits am vergangenen Sonntag im Alter von 87 Jahren in Hamburg.


bos/dapd


juil.
31

Kennen Sie Thilo Kuther ?

  • Par srenonce le

Die Effekte-Firma Pixomondo hat für die Mitarbeit an dem 3D-Film "Hugo Cabret" (Martin Scorsese) einen Oscar erhalten.

Thilo Kuther gründete 2001 das Firmennetzwerks Pixomondo. Der 48-jährige gebürtige Hesse lebt seit 2008 in Los Angeles.

Nach dem Abitur ging Thilo Kuther direkt in den Bereich der Szenographie und des Industriedesign. Nach Auslandsaufenthalten in London und Los Angeles gründete er sein Unternehmen XMACHINA. Mit seinem Unternehmen war er tätig für Projekte wie die VIP Ausstattung der ATP Tennisturniere, Produktinszenierungen und Ausstellungsdesign für Mercedes/Opel Volkswagen, DB Einführung ICE, American Express Gala - Frank Sinatra, Konzert Bühnenbild Celine Dion Thailand, Expo2000 Hannover u.a. Mit den im Mai 2001 gegründeten PIXOMONDO STUDIOS erfolgte die konsequente Weiterentwicklung im Bereich Computer generierter Bilder (CGI) und Visual Effects. Um Thilo Kuther bildete sich seither ein Team von fünfundzwanzig VFX-, CGI und Compositing Spezialisten. Die Ausrichtung liegt im Schwerpunkt auf der Produktion von CGIŽs für Industrie, Werbung und Film. Im Frühjahr 2004 folgte die Produktion Ludwigsburg und im Februar 2005 PIXOMONDO UK in London. Zu den Projekten gehörten Produktionen für Porsche, Mercedes, VW, BMW, "The Red Baron" (Teaser) und die Doku "ATLANTROPA".


Interview auf Stern-online :

Als Sie Pixomondo 2001 gegründet haben - hätten Sie gedacht, dass diese Firma einmal einen Oscar bekommen würde?

"Nein, damit kann man natürlich nicht rechnen. Ich habe ja in einem Keller angefangen... Obwohl: Keller wäre schon geprahlt, eigentlich war es eher eine Garage. Wenn Kunden kamen, habe ich immer das Bett hochgeklappt. Die Rechner standen in der Dusche. Als die Firma 25 Mitarbeiter hatte wurde es langsam eng."


Wie hat Pixomondo es geschafft, so groß und so erfolgreich zu werden?

"Der Weg dahin? Viel, viel und lange arbeiten, viele Nachtschichten. Ein Vorteil ist unser großes Netzwerk: Die Kunden schätzen es, wenn jemand vor Ort ist. Und je mehr Standorte es wurden, desto besser hat das Ganze funktioniert. Inzwischen können wir 24 Stunden arbeiten."


Video hier.

Homepage von Pixomondo (leider auf Englisch...)



mai
28

Friedrich Wilhelm August Fröbel : der Erfinder des Kindergartens

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Taille : 326 Ko


mai
11

Jeudi 24 mai 2012 sur France5, 21h35 : Marlene Dietrich

  • Par srenonce le

Avant-première Le Crépuscule d'un ange, documentaire de Dominique Leeb

2011/12, couleurs et noir et blanc, v.o.fr., 52 min.

Le 6 mai 1992 Marlène Dietrich meurt. Personne n'a oublié cette star qui est tout à la foid allemande, française et américaine. C'est Paris qu'elle choisit pour se cacher et mourir...

Le jour se lève faiblement dans l'appartement reconstitué de l'avenue Montaigne, encombré de malles, de cartons et de tous ses objets personnels. Une prison dorée où seuls quatre visiteurs pouvaient venir lui rendre visite, constater son infirmité, son alcoolisme, sa solitude, et son mauvais caractère. Mais aussi son attention aux autres, sa formidable volonté d'intervenir encore et toujours dans la vie et dans l'actualité du monde extérieur.


Ses intimes lui ont survécu et font revivre les derniers moments de l'Ange bleu : Maria Riva, sa fille, Peter Riva, son petit-fils, présent le jour de sa disparition, et Louis Bozon, son inséparable ami.

Un film émouvant sur une icône qui était avant tout une femme blessée.


Jeudi 24 mai 2012 sur France5, 21h35

Diffusion du film dans « Un soir... » présenté par Laurence Piquet


A voir aussi : Alfred Grosser. 2010. "CONFERENCE La France et l'Allemagne 60 ans après la Déclaration Schuman du 9 mai 1950".

La Clé des Langues (Lyon: ENS LYON/DGESCO).


Der französische Publizist und Politikwissenschaftler Alfred Grosser wird mit dem Deutsch-Französischen Medienpreis 2012 geehrt. Wenige Monate vor dem 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages würdigt der Beirat des Deutsch-Französischen Journalistenpreises (DFJP) damit einen der bedeutendsten Akteure und Wegweiser der deutsch-französischen Aussöhnung. Von 1945 bis heute hat sich Alfred Grosser unermüdlich für die deutsch-französische Verständigung eingesetzt. Durch zahlreiche Publikationen und Vorträge hat er dazu beigetragen, freundschaftliche Beziehungen zwischen den Nachbarn aufzubauen und ist dabei nie müde geworden, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen.

Der Vorsitzende des Deutsch-Französischen Journalistenpreises und Intendant des Saarländischen Rundfunks, Thomas Kleist, sagte: „Alfred Grosser nimmt im

Aussöhnungsprozess eine solche Ausnahmestellung ein, dass er häufig respektvoll als "Elefant" der deutsch-französischen Beziehungen bezeichnet wird. Dieses Bild illustriert eindringlich die Größe wie auch die Dauerhaftigkeit seines Engagements. Es ist uns eine besondere Ehre, ihn im Zusammenhang mit dem Jubiläum des Elysée-Vertrages auszeichnen zu können, zu dessen geistigen Wegbereitern er zählt. Der Deutsch-Französische Medienpreis wird an in den Medien tätige oder präsente

Personen oder Organisationen vergeben, die sich in ihrem Schaffen besonders für die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich engagiert haben. Die Auszeichnung gehört zum Deutsch-Französischen Journalistenpreis (DFJP), der 1983 vom Saarländischen Rundfunk ins Leben gerufen wurde und inzwischen von ARTE, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, Deutschlandradio, France Télévisions, Radio France, Le Républicain Lorrain, der Robert Bosch Stiftung, der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und dem ZDF mitgetragen wird.

Mit dem Deutsch-Französischen Medienpreis wurden bisher Tomi Ungerer, Simone Veil und Volker Schlöndorff ausgezeichnet.


Le Grand Prix Franco-Allemand des Médias 2012 est décerné au publiciste et politologue français Alfred Grosser. Quelques mois avant le 50ème anniversaire de la signature du Traitée de l'Elysée, le Comité consultatif du Prix Franco-Allemand du Journalisme (PFAJ) rend hommage à l'un des principaux acteurs et conducteurs de la réconciliation franco-allemande. De 1945 jusqu'à aujourd'hui, Alfred Grosser a travaillé sans relâche pour l'entente franco-allemande. A travers ses nombreuses publications et ses conférences, il a contribué à renouer et à renforcer l'amitié franco-allemande et il ne se lasse pas de souligner les similitudes et les différences entre ces voisins.

Le Président du PFAJ et Président-directeur général de la Radio Télévision Sarroise (Saarländischer Rundfunk), Thomas Kleist déclare : « Alfred Grosser a joué un rôle

tellement prépondérant dans la réconciliation franco-allemande qu'il a été souvent qualifié respectueusement d' « éléphant » franco-allemand. Cette image illustre très bien la taille et la persistance de son engagement. Cela est un grand honneur pour nous de le distinguer dans le contexte de l'anniversaire du Traité de l'Elysée dont il est l'un des pionniers intellectuels. »

Le Grand Prix Franco-Allemand des Médias récompense des personnes ou des organisations présentes ou actives dans les médias qui ont manifesté par leurs travaux un intérêt particulier pour l'approfondissement des relations culturelles entre la France et l'Allemagne. Cette récompense appartient au Prix Franco-Allemand du Journalisme (PFAJ), créé en 1983 par la Radio Télévision Sarroise et soutenu depuis par ARTE, Deutschlandradio, France Télévisions, le groupe d'édition Georg von Holtzbrinck, l'Office franco-allemand pour la Jeunesse, Radio France, Le Républicain Lorrain, la Robert Bosch Stiftung ainsi que la deuxième chaîne de télévision allemande, ZDF.

Le Grand Prix Franco-Allemand des Médias fut décerné jusqu'à présent à Tomi Ungerer, Simone Veil et Volker Schlöndorff.


févr.
29

Bärchen aller Länder : vereinigt euch !

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Taille : 132 Ko


févr.
26

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

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Plus qu'une histoire pour enfants !!


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Taille : 290 Ko


févr.
26

Pippi Langstrumpf

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Modèle pour les petites filles qui veulent sortir des stéréotypes et héroïne à connaître...


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févr.
26

Winnetou

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Kennt ihr nicht? Dann wird es aber Zeit!

2012 ist nämlich das Karl-May-Jahr !!


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Taille : 361 Ko


févr.
19

Le nouveau président de l'Allemagne s'appellera Joachim GAUCK

  • Par srenonce le

Après la démission de Christian Wulff, la BUNDESVERSAMMLUNG s'est mise d'accord sur Joachim GAUCK comme nouveau candidat à la présidence de la RFA, comme Bundespräsident.


Der Bundespräsident wird - vom Fall der vorzeitigen Beendigung der Amtszeit abgesehen - alle 5 Jahre von der Bundesversammlung, also indirekt gewählt. Die ausschließlich für die Wahl des Staatsoberhaupts der Bundesrepublik Deutschland gebildete Bundesversammlung besteht aus:

*allen Mitgliedern des Deutschen Bundestages sowie

*einer grundsätzlich gleichen Zahl an Vertretern der Bundesländer, die von den Landtagen gewählt werden.


Joachim Gauck (* 24. Januar 1940 in Rostock) ist ein deutscher evangelischer Pastor, Mitgestalter im Prozess der deutschen Wiedervereinigung, parteiloser Politikerund Publizist. Zwischen 1982 und 1990 leitete er die regionale Kirchentagsarbeit in Rostock. Zur Zeit der friedlichen Revolution in der DDR wurde Gauck ein führendes Mitglied des Neuen Forums in Rostock, nach der ersten und einzigen freien Volkskammerwahl 1990 Abgeordneter und von der Volkskammer zum Vorsitzenden des Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des ehemaligen MfS/AfNS gewählt.


Gauck leitete ab dem 3. Oktober 1990 die Stasi-Unterlagen-Behörde (dann auch "Gauck-Behörde" genannt), die den Stasi-Nachlass verwaltet und zugänglich macht. Nach zwei Amtszeiten wurde er im Oktober 2000 von Marianne Birthler in dieser Funktion abgelöst. Seitdem engagiert sich Gauck gesellschaftspolitisch mit Vorträgen und Medienaktivitäten, etwa als Vorsitzender der Vereinigung "Gegen Vergessen - Für Demokratie". Er ist einer der Initiatoren der Prager Erklärung und der Erklärung über die Verbrechen des Kommunismus. Gauck wurde mehrfach für Verdienste und Publikationen geehrt und ausgezeichnet.


Gaucks Nominierung und Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten 2010 fand breite Zustimmung in den Medien und in der Bevölkerung, 42 % der Befragten sprachen sich für ihn aus. In drei Wahlgängen unterlag er dem von den Regierungsparteien nominierten Christian Wulff.


Seit dem 19. Februar 2012 ist Joachim Gauck - nach Absprache der Parteien SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der Koalitionsparteien CDU, CSU und FDP - der Kandidat in der Bundesversammlung für die Nachfolge von Christian Wulff im Amt des Bundespräsidenten. Wulff war zwei Tage zuvor zurückgetreten.

Source : WIKIPEDIA


janv.
29

Mais qui connaît Ricardo Ehrmann ?

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C'est pourtant lui qui a fait - de quelque sorte - tomber le mur !!


Eine Frage bringt die Mauer zu Fall


Riccardo Ehrman hat Günter Schabowski am 9. November 1989 im Internationalen Pressezentrum in Ost-Berlin eine einzige Frage gestellt. Es war die alles entscheidende.


Oscar Wilde habe einmal, sagt Riccardo Ehrman, das Leben eine schlechte Viertelstunde mit ein paar guten Momenten genannt. „Diese Pressekonferenz“, stellt Ehrman fest, „war einer der besten Momente meines Lebens.“ Obwohl er Günter Schabowski damals nur eine Frage gestellt habe. Es ist der 9. November 1989. Schabowski, SED-Spitzenfunktionär und Sprecher der DDR-Regierung, eröffnet eine internationale Pressekonferenz. Riccardo Ehrman, Ost-Berlin-Korrespondent der italienischen Nachrichtenagentur ANSA, sitzt auf einem Stuhl fast genau vor ihm. Um genau 18.53 Uhr gelingt es Ehrman, endlich seine Frage zu stellen. Sie bezieht sich auf eine geplante Regelung, die den DDR-Bürgern 30 Tage pro Jahr im Ausland erlaubt - allerdings mit enormen bürokratischen Hürden: „Herr Schabowski, glauben Sie nicht, dass dieser Reisegesetzentwurf ein großer Fehler war?“ Erst weicht Schabowski der Provokation aus, dann sagt er: „. . . haben wir uns dazu entschlossen, heute eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, über Grenzübergänge der DDR auszureisen“. Dies gelte ab ­„sofort, unverzüglich“. Erst später kommt heraus, dass diese neue Reiseregelung nur ein Entwurf war. Die Antwort auf Riccardo Ehrmans Frage aber schuf Fakten.


Riccardo Ehrman, Jahrgang 1929, lebt heute in Madrid. Der italienische Journalist war lange Jahre Auslandskorrespondent für die italienische Nachrichtenagentur ANSA. Aus der DDR berichtete Ehrman von 1976 bis 1982 und von 1985 bis zu ihrem Ende.


Source/Quelle : Deutschland-Magazin


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