méthode (47)
Wie behalte ich mir die Freude am Lernen? von Werner Stangl
Dieser Text wurde von Josef Zollneritsch in der Zeitschrift des Landeschulrates für die Steiermark für das Lernen in der Schule geschrieben, doch sind die Grundgedanken dieses Textes auch für das Lernen an der Universiät und im Bereich der Erwachsenenbildung bedenkenswert. Der originale Text wurde von mir an einigen Stellen ergänzt.
Aus der Hirnforschung ist bekannt, dass es eine Verknüpfung von Lernen und Gefühlen gibt. Besonders Angst behindert freies und kreatives Denken. Manchmal erzeugt Leistungsdruck zwar durchaus relevante Ergebnisse, langfristig jedoch sind die Konsequenzen fatal. Überwiegen nämlich beim Lernen die negativen Emotionen, geht die Freude am Erkenntniserwerb und den damit verbundenen Anstrengungen verloren. Wer in der Schule das Vokabellernen und die Grammatik mit Misserfolg und Hilflosigkeit in der Prüfungssitutation verbindet, hat auch noch Jahre später wenig Lust, sich weitere Fremdsprachen anzueignen. Psychologen wissen, dass Kinder und Jugendliche in der Schule ihr Glück und ihre Motivation vor allem in Kommunikation und Beziehungen suchen. Gelingt ihnen dies, gehen sie am frühen Morgen positiv in Richtung Schule und lassen sich auch von langweiligen Unterrichtsinhalten oder ungeliebten LehrerInnen nicht so schnell abschrecken. Das ist kein Argument für eine Spaß-Schule, aber eine Erklärung dafür, warum SchülerInnen letztlich bei ihrem oft riesigen Einsatz von Zeit so wenig aus der Schule ins Leben mitnehmen.
Kinder lernen immer dann am besten,
wenn sie eigene Erfahrungen machen dürfen
und immer am wenigsten,
wenn jemand glaubt, ihnen etwas beibringen zu müssen.
Gerald Hüther
Diese Feststellung führt uns zur ersten Grundfrage, nämlich: Was verstehen wir überhaupt unter lernen? Ist es nur das Speichern von Wissensinhalten, wo wir doch in Kenntnis sind darüber, dass sich dieses Wissen in nur wenigen Jahren völlig überholt und das menschliche Faktenwissen immer umfangreicher wird, oder ist lernen auch erkennen, begreifen, erleben, einfach auch tun, kurz ein ganzheitlicher, umfassender, permanenter und lebenslanger Prozess, der alle Sinnesbereiche mit einschließt?
Wir lernen mit Seele und Geist und wissen beispielsweise, dass wir nur etwa 10 % von dem behalten, was wir lesen, jedoch 90 % von dem, was wir tun. Außerdem: Man erkennt die Welt nicht, indem man sie auswendig lernt.
1. Lernen ist viel mehr als das Speichern von Faktenwissen
Jedes Kind will von sich heraus lernen; Lernen im umfassenden Sinn ist ein selbsttätiger, automatischer und lustvoller Prozess. Ein Kind mit sechs Jahren z. B. ist gierig darauf, lernen zu dürfen und auch zu zeigen, was es kann. Wenn man es eben lässt, zu seiner Zeit und wenn wir als Erwachsene es nicht vorzeitig zu irgendwelchen Leistungen drängen. Menschen sind unterschiedlich, von ihrer Herkunft, Anlage und Entwicklungsgeschwindigkeit her. Ich stelle daher die zweite Grundfrage: Warum müssen wir das Lernen lernen? Weil wir es nicht erwarten wollen, bis die Kinder ihrer Eigenheit gemäß so weit sind, weil wir unsere Leistungsvorstellung unseren Kindern (vorzeitig) überstülpen, weil wir das Lernen immer noch als einen in Noten messbaren Vorgang betrachten, der uns Erwachsenen Prestige bedeutet. Und, das führt mich zu meiner dritten These
2. Die Freude am Lernen ist grundgelegt.
Ja, was verstehen wir in der Schule unter lernen? Lernen wird in der Schule
* als Gemeinschaft und Lebensraum verstanden
* miteinander zu sprechen, uns mitzuteilen und uns zuzuhören?
* miteinander zu arbeiten, zu kooperieren und Konflikte auszutragen?
Dies alles in einer Zeit der zunehmenden Vereinzelung. Insgesamt: mit Menschen umzugehen? Lernen wir, auch sinnliche Erfahrungen machen zu können, als ganze Menschen und nicht in von Leben abgetrennten Gegenständen? Lernen wir verstehen zu können, Methoden anzuwenden, anstatt Wissen zu speichern? Lernen wir Fehler machen zu dürfen? Um ein lateinisches Zitat zu strapazieren: "Errando discimus" - durch irren lernen wir? Lernen und erfahren wir so beständige Ermutigung und Bestärkung in unseren Fähigkeiten? Lernen wir, mit Wissen(schaft) umzugehen, ich meine hier um mit Hartmut von Hentig zu sprechen, Wissenschaft als gewisseste und neueste Form von Wissen und vieles mehr? Wenn wir aus neuesten Untersuchungen wissen, dass die Freude an der Schule nach der Volksschule beständig abnimmt, dass ein erheblicher Prozentsatz von Schülern den Stoff schlicht und einfach auswendig lernt, dass die Noten sich in der Sekundarstufe kontinuierlich verschlechtern (während die Arbeitszeit der Schüler kontinuierlich ansteigt) und dass vor allem Schüler der Oberstufe in viel zu hohem Maß Passivität und Resignation zeigen, so muss an dieser Stelle ganz klar gesagt werden, dass die Verantwortung, dass Lernen im umfassenden Sinne gelingen kann, auch ganz wesentlich die Schule und die Lehrer trifft. Unser Schulsystem wird in Zukunft insgesamt viel stärker Möglichkeiten schaffen müssen, dass Lernen im umfassenden Sinn gelingen kann. Vor allem: Die Misserfolgsorientierung und Demotivation der Schüler sind viel zu stark. Zu überdenken ist vor allem unsere Art zu beurteilen und die Sitzenbleiber-Praxis. Das führt mich zu meinem nächsten Punkt.
3. In der Schule geht viel zu oft die Freude am Lernen verloren.
Lernen hat mit Beziehungen zu tun, vor allem auch mit der Beziehung zwischen Lehrern und Schülern. Wir wissen aus der Kommunikationspsychologie, dass der Beziehungsaspekt der Sachebene immer übergeordnet ist, das heißt, wenn es nicht gelingt, sich in positiver und annehmenderweise auf einander zu beziehen, dann wird es sehr schwer, sachlich etwas zu transportieren. Es ist vor allem die Verantwortung der Lehrer, den Lebensraum Schule beziehungsvoll zu gestalten und Lernprozesse so in Gang zu setzen, dass Schüler eigenverantwortlich in der Lage sind, das Verlangte zu bewältigen. Das Ausmaß des Nachhilfeunwesens, von dem Lehrer zum Teil nicht einmal wissen, ist gelinde gesagt betrüblich. Ein Lehrer sollte ferner als pädagogischer Experte nach meinem Dafürhalten gut über lern- und kommunikationspsychologische Grundsätze Bescheid wissen und sich auch in seiner Rolle hinterfragen lassen.
4. Lernen ist zutiefst emotional beeinflusst.
Schüler müssen wenigstens ansatzweise wissen wozu und wofür sie das oder jenes lernen sollen. Ein plumpes Speichern von Wissen ist sinnlos und wird auch bald nach der Schule wieder vergessen. Motivation kommt aus dem Lateinischen und hat mit Beweggrund, Antrieb zu tun. Wir Erwachsenen handeln nie ohne Motiv und wir meiden - wenn wir es können - Tätigkeiten, die uns sinnlos erscheinen. Wenn wir als Erwachsene fragen, will dieser Schüler nicht oder kann er nicht, dann lautet für mich die Antwort als Psychologe stets: Er kann jetzt nicht, weil er eben nicht will, heißt: er ist nicht ausreichend motiviert.
Für uns als Eltern heißt das: Geben wir unseren Kindern eine Chance, selbstverantwortlich tätig werden zu können und beziehen wird die Kinder so gut es geht in Entscheidungen über die Schullaufbahn ein. Nicht wir gehen in die Schule, sondern unser Kind. Setzen wir so oft es geht, konsequente Anreize für das Wollen und lassen wir das ewige Bestrafungsdenken. Hüten wir uns vor allzu hohen Erwartungen, die unsere Kinder jetzt nicht erfüllen können. Unsere Kinder sind so wie sie sind und nicht so, wie wir sie gerne hätten.
Sorgen wir als jene, die einen Erfahrungsvorsprung haben, für gute Rahmenbedingungen hin-sichtlich der Lernorganisation. Es gibt viele wertvolle Tips aus der Lernpsychologie, wie z.B. eine gute und abwechslungsreiche Lerneinteilung in kleinen Portionen, nicht ein Stoffgebiet bis zum Umfallen büffeln etc. oder Thema Lernhemmungen: Wenn ich nach dem Vokabellernen z.B. einen aufwühlenden Film ansehe, kann unter Umständen alles wieder weg sein. Wissen sollten wir auch, dass Lernen wiederholen heißt, dafür brauche ich einige Tage Zeit. Im Langzeitgedächtnis verankertes Wissen ist auch in Stresssituationen leichter abrufbar. Begreifen hat mit angreifen zu tun, versuchen wir Wissensgebiete so plastisch und anschaulich wie möglich zu gestalten. Last but not least: Schaffen wir gute geistige und körperliche Voraussetzungen, wenn wir lernen wollen, sonst ist es schade um die Zeit.
Kinder und Jugendliche brauchen Freiräume z.B. zum Spielen oder ganz einfach für sich selbst. Lassen wir unsere Kinder leben und erleben und engen wir sie nicht ständig durch unseren Ehrgeiz, der in der Schule symptomatisch wird, ein. Lernen kann in der Schule stattfinden, lernen dürfen wir aber vor allem durch das Leben selbst und leben heißt für mich, sich auf andere zu beziehen.
5. Lernrezepte ohne Motivationsarbeit sind sinnlos.
Ein möglicher Grund für mangelnde Lernfreude und damit verbundene Lernstörungen ist darin zu sehen, dass man als Kind nicht zu einem planmäßigen, strukturierten Lernen angehalten worden ist. Hierzu bedarf es regelmäßiger positiver Verstärkungen und Grenzsetzungen schon in der frühen Kindheit. Bleiben diese nämlich aus oder wird das Kind durch fehlende Zuwendung zu wenig gefördert, so kann sich kein gesundes Vertrauen in die eigenen intellektuellen Fähigkeiten ausbilden. Lernstörungen oder Arbeitsstörungen können auch aus ungenügenden Forderungen stammen, wenn das Kind von seinen Eltern eher verwöhnt worden ist. So stellt er später die gleichen Ansprüche an das Leben und lehnt alles ab, was Anstrengung, Leistung und Konkurrenz mit anderen bedeuten würde. Der Verwöhnte, der unter Minderwertigkeitsgefühlen Leidende sagt sich: "Es hat sowieso keinen Sinn. Das lohnt sich nicht. Was soll ich lernen, was ich später sowieso nicht brauche."
Si vous n'avez pas compris la question :
„Entschuldigen Sie bitte, können Sie die Frage bitte wiederholen ?“
Dans ce cas, l'examinateur répète la question.
Si vous n'avez toujours pas compris, ça ne sert à rien de le faire répéter encore une fois. Dites simplement :
„Tut mir leid, ich habe die Frage nicht verstanden.“
S'il s'agit juste d'un mot allemand que vous n'avez pas compris :
„Entschuldigen Sie, was bedeutet [mot allemand incompris]?“
S'il vous manque un mot pour dire ce que vous voulez (mais n'en abusez pas !) : „Entschuldigen Sie, wie heißt [mot français dont il vous faut la traduction] auf Deutsch ?“
Si vous ne pouvez pas répondre parce que vous n'avez pas les informations nécessaires :
„Es tut mir leid, aber ich kenne ..... nicht.“
ou „Leider kenne ich das nicht.“
ou „Tut mir leid, das weiß ich nicht.“
ou „Es tut mir leid, darüber haben wir im Unterricht nicht gesprochen. “
ou "Diesen Text/dieses Dokument habe ich nicht behandelt, weil mich der Aspekt [...] mehr interessiert. Mein Schwerpunkt war [...]."
Si vous avez besoin de temps pour réfléchir, signalez-le pour que l'examinateur ne vous perturbe pas en enchaînant avec d'autres questions :
„Einen Moment, bitte[, ich brauche ein bisschen Zeit um nachzudenken].“
Nom : méthode CO au bac.pdf
Taille : 122 Ko
Wie gut Schüler im Mathematikunterricht vorankommen, hängt nicht von ihrer Intelligenz ab. Das ergab eine Studie, für die Forscher 3520 bayrische Schüler von Klasse 5 bis 10 begleiteten.
Die größten Lernfortschritte (progrès) erzielten nicht die intelligentesten Schüler, sondern die motiviertesten.
Ebenso lernten Schüler mehr, die - statt Lösungswege zu pauken (au lieu de bachoter des formules et définitions) - neuen Stoff mit bereits Bekanntem verknüpften (relier ce qui est nouveau avec ce que l'on sait déjà).
Nom : LaprésentationPowerPointconseils.pdf
Taille : 143 Ko
Des erreurs à éviter !
Souvent, c'est délicat de décider s'il s'agit d'un changement de lieu ou d'état (donc l'auxiliaire être) : apprendre la liste peut vous éviter de faire des erreurs....
Pour le participe passé, voir ici.
Nom : verbes avec être.pdf
Taille : 138 Ko
Une des choses les plus importantes, c'est de reconnaître une personne derrière ses différentes appellations. Vous avez déjà lu un article où le journaliste réussi à ne jamais utiliser la même appellation (je pense aux articles de L'Equipe...)?
Entraînez-vous à déduire, reconnaître, comprendre qui se cache derrière quelle appellation en faisant l'exercice ci-joint.
Nom : 4 Personen in Synonymen erkennen.pdf
Taille : 200 Ko



















