helden (3)
Kennen Sie Robert Enke ?
Geboren am 24. August 1977, wuchs er in Jena wie die meisten deutschen Kinder der Siebzigerjahre auf: zwischen zwei Wäschestangen. Die dienten im Hinterhof als Tor. Fußball gespielt wurde praktisch in jeder freien Minute.
Er war ein talentierter Stürmer, der FC Carl Zeiss Jena, der große Klub der Stadt, verpflichtete ihn mit 8 Jahren - und nur der Zufall brachte Robert Enke schließlich ins Tor: Der Torwart seiner Jugendelf zog nach Moskau um, sie brauchten einen neuen.
Sein Talent war nicht zu übersehen. Mit 15 spielte er bereits in der Jugend-Nationalelf, mit 20 bei Borussia Mönchengladbach erstmals in der Bundesliga. 1999, mit 21, wurde er für die Reise mit der Nationalelf zum Confederations Cup nominiert, doch es sollten acht Jahre vergehen, bis er tatsächlich erstmals für die DFB-Auswahl spielte; acht Jahre, in denen er die Höhen und Tiefen des Sports in extremer Intensität erlebte. Er, das gehegte Talent in Mönchengladbach, wurde danach ein Star bei Benfica Lissabon, dann beim FC Barcelona Ersatztorwart, er landete ein halbes Jahr in der Arbeitslosigkeit, gehetzt und vergessen, und kämpfte sich über Teneriffa und die zweite spanische Liga zurück auf die große Bühne, wo er sich ab 2004 bei Hannover 96 als reifer Klassetorwart präsentierte. Auf seiner Odyssee war Robert Enke nicht nur ein außergewöhnlicher Torwart, sondern ein besonderer Profi geworden. Er zeigte uns allen, dass ein Torwart demütig , rücksichtsvoll und trotzdem Weltklasse sein kann.
Kurz nach ihrem zweiten Geburtstag starb seine herzkranke Tochter Lara nach einer Operation. Robert Enke versuchte auch danach, dankbar zu sein; für die wenige Zeit, die er und seine Frau Teresa mit Lara gehabt hatten. Er sprach gerne über Lara, „auf jedem zweiten Foto hat sie gelacht, sie war so ein tapferes, fröhliches Kind“.
Seine Bescheidenheit und Zurückhaltung machte er zu seinem Torwartstil. Er verzichtete auf triumphale Gesten. Er war ein König im Duell Auge in Auge mit dem gegnerischen Stürmer, und wenn er wieder einmal auf großartige Weise ein Tor alleine gegen den Angreifer verhindert hatte, ging er so selbstverständlich ins Tor zurück, als sei nichts geschehen. Nur innerlich lachte er vor Glück.
Eine Stiftung mit seinem Namen muss den Anspruch haben, gegen beide Tragödien seines Lebens zu kämpfen, für die Unterstützung herzkranker Kinder genauso wie gegen Depressionen, diese tückische Krankheit, die Robert Enke am Ende sogar den Gedanken raubte, wie sehr er das Leben liebte.
Robert Enke beging am 10. November 2009 Selbstmord.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB), der Ligaverband (Die Liga - Fußballverband e.V.) und Bundesligist Hannover 96 haben am 15. Januar im Rahmen einer Sitzung des DFB-Präsidiums in München den Beschluss gefasst, die Robert-Enke-Stiftung ins Leben zu rufen.
Zweck der Stiftung ist die Förderung von Maßnahmen und Einrichtungen, die der Aufklärung über die Krankheit Depression bzw. Kinder-Herzkrankheiten und/oder der Erforschung oder Behandlung dieser Krankheiten dienen.
11.11.2009
"Du bist für immer bei uns"
"Er hat Hannover die Zuversicht gegeben, die er offenbar selbst nicht mehr hatte": Mit einem bewegenden Gottesdienst und einem Trauermarsch haben rund 35.000 Menschen des Nationaltorhüters Robert Enke gedacht. Tausende Kerzen brannten vor dem Stadion von Hannover 96.
der Torwart - gardien de but
demütig - humble
rücksichtsvoll - plein d'égards
verzichten auf - renoncer à
die Stiftung - la fondation
Zum dritten Todestag von Robert Enke haben seine Witwe Teresa und die Robert-Enke-Stiftung zum Gedenken an den am 10. November 2009 verstorbenen Torhüter im sozialen Netzwerk Facebook aufgerufen. Zudem soll mit dem Appell "ROBERT gedENKEn" ein geschlossenes Zeichen für die Enttabuisierung der Krankheit Depression gesetzt werden.
"Der Umgang mit Depressionserkrankungen ist in den letzten Jahren insbesondere durch unterschiedliche Aktivitäten der Stiftung spürbar offener geworden", sagte Enkes Witwe Teresa Enke, Vorstandsvorsitzende der Robert-Enke-Stiftung.
"Allerdings müssen wir im Hinblick auf die vollständige Akzeptanz und Toleranz dieser Krankheit sowohl im Leistungssport als auch in einigen anderen gesellschaftlichen Strukturen nach wie vor noch einiges bewegen." Mehr als 40.000 Facebook-Nutzer haben sich der Gruppe bereits angeschlossen.
Unter ihnen ist auch René Adler. Der Torwart des Hamburger SV schreibt auf seiner Facebook-Seite: "Morgen vor 3 Jahren ging ein guter Mensch und Kollege von uns. Helft zusammen mit gegen die Krankheit Depression."
Die Initiatoren erhoffen sich eine möglichst große Anzahl an Nutzern, die dem achtmaligen Nationalspieler und Towart von Hannover 96 gedenken, der an Depressionen litt und sich mit 32 Jahren das Leben genommen hatte.
Hannover 96 wird sich im Stillen an Enke erinnern. Klubvertreter um Präsident Martin Kind werden einen Kranz am Grab Enkes niederlegen.
Une vidéo à prendre au second degré...
Vorhang auf für einen neuen "Superhelden": Mit GERMAN setzt das Goethe-Institut bei der Sympathiewerbung für Deutsch auf soziale Medien. Im Vordergrund steht ein Webvideo, das sich viral im weltweiten Netz verbreiten soll. Augenzwinkernd und rasant wird darin die Geschichte um den Deutschfan Hermann erzählt, der sich bei Gefahr für die deutsche Sprache in den Superhelden GERMAN verwandelt.
Mit der GERMAN-Kampagne will das Goethe-Institut die deutsche Sprache und Kultur frisch, frech und progressiv darstellen und vor allem bei einer jungen, vernetzten Zielgruppe Begeisterung für Deutsch als Fremdsprache wecken.
Das Webvideo ist in eine aufwändig gestaltete Internetseite eingebettet. Dort findet man weiterführende Informationen und Links zu ausgewählten Angeboten des Goethe-Instituts.
Mit der Konzeption und Umsetzung der GERMAN-Kampagne wurde die Münchner Werbeagentur webguerillas beauftragt. Heimlicher Star des Webvideos ist der Zuschauer, der mittels "Social Media Integration" direkt Teil der Geschichte um GERMAN werden kann.
Auf diese Weise soll sich das GERMAN-Video im weltweiten Netz verbreiten und einem neuen Superhelden die Bühne bereitet werden - damit demnächst möglichst viele Deutschinteressierte in aller Welt den Worten des Filmprotagonisten Hermann folgen: "Dich aber, süße Sprache Deutschlands, Dich habe ich erwählt und gesucht, ganz von mir aus."
Ci-joint un petit dossier :
Entwicklung erneuerbarer Energien in Deutschland 2010.ppsx
Nom : Entwicklung erneuerbarer Energien in Deutschl.ppsx
Taille : 6 Mo




