Dramaturge allemand né en 1967 à Göttingen.
Actuellement (jusqu'au 7 avril) on joue une pièce de lui au Théâtre Les Célestins à Lyon : Le dragon d'or. A voir !!
Le Dragon d'or est un défi à l'imagination. Un restaurant de spécialités asiatiques est le point de départ d'une intrigue fantastique et métaphysique. Partant d'une situation ordinaire pour un voyage inattendu, l'action se noue autour d'une rage de dents dont l'issue nous propulse dans la vie toute entière d'un personnage, déraciné comme cette dent et pourtant tout entier habité de ses origines qui vivent en lui, peut-être au point de provoquer sa perte. À partir d'une anecdote qui relie les personnages, le texte construit un kaléidoscope d'émotions. Un lieu unique et cinq acteurs racontent les destins mêlés de trente personnages. Avec l'habileté d'un prestidigitateur, Schimmelpfennig fait passer la parole d'un personnage à un autre et brouille les pistes du réel. Il fait surgir de cette pièce chorale un foisonnement de mystères et de sensations.
Der goldene Drache
Im Mittelpunkt steht das China-Vietnam-Thai-Schnellrestaurant „Der goldene Drache“.
Hier wird in der winzigen Küche zwischen zischenden Gaskochern einem jungen Chinesen ohne Aufenthaltsgenehmigung ein furchtbar schmerzender Schneidezahn mit einer Rohrzange gezogen.
Und dieser Zahn gelangt auf dem Weg der Thai-Suppe, in der er aus Versehen landete, in den Mund einer Stewardess, Stammkundin im Schnellrestaurant, welches die Anwohner der Umgebung mit seinen asiatischen Schnellgerichten auch als Take-Away zu versorgen weiß.
Und dann erzählt jemand von der hungrigen Grille, die im Winter zum Opfer der geschäftstüchtigen Ameise wird. Die den ganzen dunklen Winter von den anderen Ameisen missbraucht wird, ohne zu merken, dass längst Frühling ist.
Und schmerzhaft vertraut erscheint das Schicksal der kleinen Asiatin, die beim Verlassen ihres dunklen Zimmerchens dem betrunkenen Kumpel des Lebensmittelhändlers in die Arme läuft. Der doch nur mal ein bisschen von ihrer Fremdheit kosten wollte. Leider etwas unachtsam. So was Zartes geht halt schnell kaputt.
Und als der junge Chinese nach der Rohrzangenoperation verblutet, wickelt man ihn in einen großen Drachenteppich und wirft ihn in den Fluss. Von dort schwimmt er endlich wieder nach Hause, nach China, leider tot und leider ohne die Schwester, die zu finden das erklärte Ziel seiner Reise war.
Roland Schimmelpfennig betrachtet die Verhältnisse im und um den Goldenen Drachen aus den verschiedensten Perspektiven. Jedes Verhaltensmuster bekommt durch einen Kunstgriff andere Färbungen, denn die Männer sollen hier von den Frauen, die Frauen von den Männern, die Jungen von den Alten und die Alten von den Jungen gespielt werden. Das Ergebnis ist poetisch, brutal, rätselhaft und berührend. (Fischerverlag, Theater und Medien)





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